ort Luisenstr. 116, 42103 Wuppertal
Joe Howson, Klavier & Sarah Yang, Violine
spielen Werke von Debussy, Ives, Williams, Janáček und Szymanowski
Zwei herausragende Absolventen der Wuppertaler Musikhochschule werden ein Programm gestalten, zu dem sie folgendes selber sagen:
Die Jahre des Ersten Weltkriegs stellten die europäische Kultur vor eine beispiellose Herausforderung. Komponisten in Europa und Amerika suchten nach neuen Wegen, die Erschütterungen ihrer Zeit in Klang zu fassen, und davon reagierten Komponisten wie Claude Debussy, Charles Ives, Ralph Vaughan Williams, Leoš Janáček und Karol Szymanowski auf diese Umbrüche nicht mit heroischem Pathos, sondern mit innerer Konzentration und künstlerischer Erneuerung.
Debussys späte Sonate für Violine und Klavier ist ein letztes Aufleuchten französischer Eleganz; Ives’ Hawthorne-Satz aus der Concord Sonata entfesselt dagegen einen Klangrausch, der den ungestümen amerikanischen Idealismus jener Zeit spiegelt. Vaughan Williams’ The Lark Ascending erhebt sich als Symbol für Sehnsucht und Hoffnung. Janáčeks leidenschaftliche Sonate und Szymanowskis schillernde Mythen führen schließlich in jene Grenzbereiche, in denen Schmerz in Schönheit übergeht.
Das Programm vereint fünf individuelle Perspektiven auf eine Zeit des Umbruchs, und diese Werke spiegeln nicht nur die Veränderungen ihrer Epoche, sondern eröffnen auch neue Wege des Ausdrucks. Ein Jahrhundert später klingen sie als zeitlose Zeugnisse einer Kunst, die im Angesicht der Krise nach Sinn und Menschlichkeit sucht.