„Off Grid“ macht seinem Namen Ehre und präsentiert drei Acts, die nicht in ein gemeinsames Raster passen, sondern ganz verschiedene musikalische Welten an einem Abend zusammenbringen:
Simon Below (Grand Piano, Synth, Live Electronics)
Der in Köln lebende Pianist Simon Below verbindet elektronische Sounds mit den akustischen Klängen eines Klaviers. Für seine Improvisationen dienen ihm ein Sequential Prophet 10, Drum-Machines, erlesene Audio-Samples sowie Live-Samples, welche er vor seine Effekt-Schleife schaltet. Dies ermöglicht eine spontane Synthese aller Quellen. Akustische Percussion-Sounds mischen sich mit digitalen der Drum-Machine. Gespielte Klavierklänge morphen in Piano-Klänge aus Live-Sampling und zurück und verzaubern geduldige Hörer*innen mit schönsten Klangwelten.
Susa Berivan (Gitarre, Stimme, Floor Tom) & Gigi Guillotini (Bass, Schlagzeug)
Die Berlinerin Susa Berivan singt frei vom Herzen weg. Beeinflusst von handgemachter Musik vergangener Dekaden – Chanson, Folk/ Rock & Jazz – ist Berivan mit ihrer Gitarre klar dem Genre Singer-Songwriter zuzuordnen, ohne in dessen bereitstehende Klischeefallen zu tappen. Ihre Songs sind so eigenwillig wie eingehend, tief melancholisch und trotzig lebensfroh. Experimentell und frei zwischen den Genres wechselnd, schenkt Susa Berivan ihrem Publikum eine überraschende Emotionalität – und Entschleunigung in Zeiten digitaler Überreizung. Berivans virtuose Stimme mäandert im langen Hall, begleitet von Gigi Guillotini am warmen Bass und fetzigen Schlagzeug.
KITSUNE (Laptop)
„Ich träume von Erinnerungen, die andere erlebt haben“, sagt der französische Musiker Kitsune. Sample-basiertes Arbeiten fühlt sich für ihn an wie das Wiedererleben dieser Erinnerungen in leiser Melancholie. Seine Musik trägt dieses Flüchtige Hör- und Fühlbare in sich und baut Erinnerungen auf, die es so noch nicht gegeben hat.
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